Neandertaler, Mammut und Einhorn-Legende — die älteste Schauhöhle des Harzes
Die Einhornhöhle bei Scharzfeld ist die älteste erschlossene Schauhöhle Deutschlands und einer der spannendsten geologischen Orte im Südharz. Berühmt wurde sie durch Fossilien-Funde, die im Mittelalter als "Einhorn-Knochen" verkauft wurden — tatsächlich handelte es sich um Höhlenbären und Mammuts.
Als Klassenfahrt-Ziel unschlagbar: echte Neandertaler-Spuren wurden hier gefunden, und 2019 ein von Neandertalern verzierter Hirschknochen, eines der ältesten bekannten Kunstobjekte.
Archäologische Funde zeigen, dass Neandertaler hier vor etwa 50.000 Jahren gelebt haben. 2019 wurde ein aus einem Hirschknochen geschnitztes Werkzeug gefunden — es gilt als eines der ältesten bekannten Kunstobjekte. Die Führung ist sehr gut didaktisch aufbereitet, auch für Schulklassen.
Die Höhle hieß früher wirklich "Einhornkammer" — Gelehrte hielten die Knochen für Einhorn-Reste. Wer mit Kindern kommt, sollte die Legende im Voraus erzählen. Der Aha-Moment, wenn sie vor den echten Knochen stehen, ist den Aufwand wert.
Scharzfeld im Südharz, 20 Min von Osterode und 25 Min von Bad Sachsa. Direkt an der B243. Parkplatz am Höhleneingang.
Erwachsene 8 €, Kinder 5 €, Schulklassen ab 15 Personen 4,50 € pro Kind (Stand April 2026). Begleitpersonen frei.
1–1,5 Stunden für Höhle + Museum. Mit Wanderung zur Burgruine Scharzfels ein halber Tag.
Ab 6 Jahren gut geeignet. Für Sekundarstufe und Erwachsene besonders interessant wegen archäologischer Funde.
Ab 4 Jahren gut, aber die Gänge sind dunkel und kühl. Feste Schuhe für Kinder mitbringen.
Ja, mit Voranmeldung didaktisch angepasste Führungen — Grundschule andere Inhalte als Sekundarstufe. Bei Buchung gewünschte Klassenstufe angeben.
Mit Museum und Höhle 1,5 Stunden. Mit Spaziergang zur Burgruine oder in den Wald ein halber Tag.
Der Museums-Bereich ja. Die Höhle selbst nur teilweise — enge Passagen, rutschige Stellen. Voranmeldung klärt, welcher Bereich möglich ist.
Es gibt kein festes Kombiticket — Einzelpreise für Höhle, Museum und Burgruine Scharzfels (letztere frei zugänglich).
Ja, direkt am Eingang. Für größere Gruppen vorher telefonisch melden.
Geschrieben von Familie Lehmann — seit 2003 Vermieter von Gruppenhäusern im Harz. Diese Reiseempfehlung basiert auf eigenen Erfahrungen und der regelmäßigen Abstimmung mit unseren Hausmeistern vor Ort.
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